Tag 10 – 20.08.2015

Leuchtfeuer 10

Hilfe, Revolution. Die Leiter sind verschwunden, die F3 übernimmt das Lager. Böse Finsterlinge schicken sich an, die Weltherrschaft zu erobern. Das A-Team mobilisiert den Widerstand der Kinder. Aber lassen wir die F3 selbst zu Wort kommen:

Der Morgen startete früh mit den letzten Vorbereitungen. Als wir um 7.00 Uhr vollständig verkleidet und geschminkt auf dem Hof ankamen, schliefen die Teilnehmer noch ahnungslos. Nachdem die Musik platziert, Plakate aufgehängt und unser schöner Plan noch einmal besprochen worden war, kam endlich das, worauf sich besonders unsere Jungs schon seit Tagen gefreut haben: im „Muffkabuff“ mit Tröten, Töpfen und lautem Geschrei „ganz sanft“ zu wecken.

Um 8.25 Uhr stand das ganze Lager zur Morgenrunde bereit und wir leiteten die Revo mit einer kleinen Einführungsszene ein, in der unsere Bösewichte Felix H., Elli und Becks von ihrem Vorhaben, die Welt mit der Energie der Leiter an sich zu reißen. Durch das „A-Team“ wurden alle Teilnehmer zum Widerstand aufgefordert. Eingeteilt in „Familien“ und ihren Superhelden zugeordnet, begannen die Teilnehmer um 10.00 Uhr einen Stationslauf, bei dem sie vollen Einsatz zeigten. In neun verschiedene Disziplinen hatten sie die Möglichkeit, die Superkräfte ihrer Helden wiederzubeschaffen. Unterwegs galt es, Mottosprüche und motivierende Lieder zu dichten. Die „Familien“, unter der Leitung von Teilnehmern der Gruppe 1, zeigten vollen Einsatz. Mittags wurden entweder an den Stationen oder auf dem Hof Lunchpakete verzehrt, anschließend ging es zum Strand, wo schon die Leiter warteten. Eine kleine Abschlusssequenz wurde gespielt und die Teilnehmer präsentierten in Familien ihre kreativen Ideen um ihre Helden zu unterstützen. Abschließend kam die Geheimwaffe der Superhelden zum Einsatz: der Leiterbeitrag. Ihr Auftritt verlieh den neun verschiedenen Helden den letzten Rest ihrer Kräfte wieder. Als die Schurken erkannten, dass sie verloren hatten, konnten sie einsehen, wie unwichtig es ist, die ganze Welt zu besitzen wenn man sie doch mit allen teilen kann. Darauf folgte eine riesige Gruppenumarmung, an der das ganze Lager teilnahm.

Gleichzeitig sitzen die Leiter in den Dünen vor dem kleinen Wäldchen, um die erste Hälfte zu reflektieren. Es ist nicht leicht, sich trotz heftiger Sonne und eines Geländespiels einer fremden Gruppe zu konzentrieren. Der Diskussionsbedarf ist auch wegen allgemeiner Zufriedenheit mit dem Verlauf nicht sehr groß. Alle sind froh, als es in Richtung Strand geht. Viele stürzen sich auch gleich in die Fluten, so dass es zischt.

Schon bald kommt das restliche Lager, von der F3 angeführt, ebenfalls zum Strand, der aufgrund des sagenhaften Wetters sehr bevölkert ist. Wir finden ausreichend Platz mit Schattenflächen hinterm Strandhaus wo die Revolution endet. Da alle in diversen Beiträgen noch einmal richtig Vollgas geben, findet unser Fest im Sand zahlreiche Zaungäste. Gebadet wird natürlich auch noch. Das Abendessen ist warm, Käsespätzle und Salat. Geht trotz auf 20 kg gesteigerter Gesamtmenge komplett weg. Wo lassen die Kids das nur.

Am Abend findet auf unserem Bolzplatz ein Länderspiel der U14 statt, Deutschland gegen Holland. Theo Molenaar (gekleidet in unserem Jubiläumsshirt), der Sohn unserer Gastgeber, führt die niederländische Truppe an. Die von mir schon früher hochgelobten deutschen „Freizeitkicker“ siegen mit 5:1. Ein schönes Fußballfest, das auch ein großes und lautes Publikum findet und auch die holländische Mannschaft wird von unserer Gruppe 1 mit lauten Gesängen „Hüp Holland Hüp“ angefeuert. Eine schöne Lieder-Abendrunde, sehr chillig, sehr entspannt, beendet diesen Tag.

Später berichtet Bene noch von einer gemeinen Attacke der „Kräh-Mafia.“ Eine alte Henne, vermutlich eine Unterhändlerin, hatte sich wie eine Kamikaze aus einem Gebüsch heraus mitten auf die Straße gestürzt und war dort wie angewurzelt stehen geblieben, so dass der Bulli zu einer Vollbremsung gezwungen wurde. Bene fühlte sich aus kleinen, giftgrünen Augen fixiert, ja geradezu angestarrt. Er ließ vorsichtig das Seitenfenster herunter in Erwartung einer Forderung oder zumindest einer Botschaft der Schreihälse. Doch so plötzlich, wie das alte Huhn aufgetaucht war, so plötzlich war es auch wieder verschwunden. Die Situation spitzt sich zu. Die Spannung wird geradezu unerträglich. Wo wird das hinführen? Wir halten Euch auf dem Laufenden.