Category Archives: Tagebuch 2016

Tag 17 – 10.07.

Guten Abend allerseits!

Ein wundeschöner Abschlusstag neigt sich dem Ende entgegen. Die Morgenrunde startete mit einem Singspiel „der Fischetanz“ und unsere Tagebuchautorin Anna wurde  mit tosendem Applaus verabschiedet- daher müsst ihr heute mit einem Eintrag von mir Vorlieb nehmen.

Nach dem Frühstück ging es für die Hälfte der Gruppen schon mit Kofferpacken und Duschen los, während die anderen Gruppen sich ins Gruppenprogramm aufmachten und die erste Schicht nach 1 1/2 auf dem Hof ablösten. Im Luafe des Vormittags wurde auch die Beladung des LKWs mit den Materialien und Koffern gestartet und pünktlich nach dem Mittagessen- es gab Käsespätzle und Himbeerquark- abgeschlossen.

Während einige Gruppenleiter noch den Bungalow und andere Dinge auf dem Hof in Ordnung gebracht haben, machten sich alle Gruppen nochmal auf den Weg ins Gruppenprogramm und sollten sich um 17:20 am Burener Strandaufgang treffen.
Die Stimmung und das Wetter waren sehr gut und viele rechneten schon mit einer Leuchtturmwanderung. Als jedoch die beiden Trecker mit Anhängern den Strandaufgang hochgefahren kamen, gab es großen Applauf und viel Freude für die bevorstehende Treckerfahrt in Richtung Westende- zum Leuchtturm.

Mit ordentlich Gegenwind, Sonne, Wolken und 2 Minuten Regen inklusive kurzem Treckerausfall auf der Hälfte der Strecke, wurde der Leuchtturm relativ pünkltich erreicht und der Milchreis und die Brote die von den Lucies vorbereitet wurden, waren natürlich wie immer ein Highlight.

Leider mussten wir uns dann nach einer halben Stunde wieder auf den Weg zurück zu den Treckern machen und dann ging es wieder in RIchtung Strandaufgang Buren. Von dort machten sich die Kinder dann per Fußmarsch auf den Weg zum Hof und wurden mit der traditionellen Abschlussdisco begrüßt. Schnell in Schale geworfen und etwas Schmike aufgetragen, füllte sich die Tanzfläche in kurzer Zeit. Neben toller Musik durch DJ Butterfly (Stefan) und MC Mortek (Morten) wurde auch der Amelandsong 2016 gewählt.

Nach einer entspannenden Traumreise im Esssaal bei der die Eindrücke der letzten 16 Tage nochmal durch alle Köpfe gingen und alle schönen Momente, die neuen Freundschaften und die Gemeinschaft in allen Gesichtern erkennbar waren, ging es dann ins Bett.

Nun denn – vielen Dank für dieses schöne Amelandjahr und bis zum Wiedersehen

 

Tag 16 – 09-.07.2016

Es ist 21.35 Uhr Ortszeit und Mädchenschlafsaal, Esssaal und Hof sehen schon wieder aus wie immer. Die Lautstärke draußen verrät mir allerdings, dass der ein oder andere doch noch ziemlich aufgekratzt ist…Kein Wunder, denn bis vor einer Stunde war etwa der Mädchenschlafsaal  noch die Kulisse unseres Festivals. Aber der Reihe nach:

Während die Gruppen am Vormittag ganz normal den Hof verlassen, um ein vorletztes Mal ihre Beiträge einzustudieren, wird im Bungalowbereich noch gebastelt, geplant, umgeschrieben, ausprobiert und vorsorglich schon einmal geflucht und gejubelt. Nach dem Mittagessen machen sich die Gruppen um 14.00 Uhr abermals vom Acker um ihre Generalproben zu absolvieren. Ab 14.45 steht der F3- Hof als Großgarderobe zur Verfügung. Die Kostümkisten werden geplündert und alles, was ansatzweise als Schminke durchgehen könnte, wird sich in Gesicht und Haare geschmiert. Die Abtönfarben haben wir vorsorglich schon gestern in Sicherheit gebracht…

Um 15.45 Uhr bittet der Butler dann die Ghostbusters und die Teilnehmer ins geerbte Schloss des Herrn Schwenkowsky und die Show beginnt. Die einzelnen Beiträge, Showacts, Tanzeinlagen, Jonglagekunststücke, Zeitreisen, Beatboxvorstellungen usw. lasst euch bitte von den Heimkehrern selbst erzählen. Das Berichtsrecht sollte doch bei denen bleiben, die so hervorragend geübt, einstudiert und trainiert haben. Allerdings kann ich noch vom alljährlichen Glanzstück der Lucies berichten. Denn am Festivaltag geben sie noch einmal alles; Bamischiffchen, Sandwiches, Hot Dogs, Vla, Poffertjes, gefüllte Eier, Chicken Nuggets, Frühlingsrollen- ein Bruchteil dessen, was wir heute im Esssaal präsentiert bekommen haben! Und gleich heißt es zum vorletzten Mal sammeln zur Abendrunde und ich darf vorwegnehmen, dass Franzi mit uns wohl ein paar klassische Amelandlieder singen wird. Und da ich morgen schonvorzeitig den Heimweg antreten werde, muss ich nun schleunigst auf den Hof, um meine letzte Abendrunde nicht zu verpassen!

Ich bedanke mich für euer Interesse am Tagebuch und freue mich, wenn das Lesen Spaß gemacht hat und ich euch das Ameland- Feeling vielleicht ein wenig näher bringen konnte!

Herzliche Grüße, Anna

Tag 15 – 08.07.2016

Heute sind die Ereignisse eher überschaubar. Alles steht im Zeichen der Festivalvorbereitung! Die Tagesaufgabe für diejenigen, die während des Gruppenprogramms auf dem Hof bleiben, besteht darin, sich in wiederholtem Auf- und Abhängen die Strandklamotten zu üben. Alle Viertelstunde rennt also irgendjemand über den Hof in Richtung Wäscheleine. Wenn man selbst gerade nicht am Laufen ist, sondern rechtzeitig zusammen mit einem Kaffee in Deckung geht, ist es doch ein recht amüsanter Anblick. Durch die rasanten Wetterumschwünge hat die Snackbar heute Hochkonjunktur, denn gleich vier Gruppen haben den weiten Weg nach Gegenüber und ins stetige Trockene auf sich genommen, um ihren Beitrag zu planen.

Mittags gibt es erneut fliegende Fische mit Apfel- Möhrensalat und Kartoffelbrei und kein Fisch findet den Weg zurück in die Küche. Zu Gast an diesem Mittag ist die F3, die mit 17 Personen ebenfalls im Esssaal Platz nimmt. Die dadurch entstehenden Laufschneisen sind für die Austeilenden eine wahre Herausforderung. Chapeau, dass kein Teilnehmer ein Messer ins Auge oder Möhrensalat ins Haar bekommt oder wir nicht mit 20 Tellern weniger nach Hause fahren. In der Abendrunde werden Komplimente verteilt, was das Zeug hält und ich hoffe sehr, dass heute jedes Kind und jeder Jugendliche ein bisschen stolz auf sich ist und ein kleines Stücken größer in Richtung Schlafsaal wandert…

Tag 14 – 07.07.2016

Soviel zur Prioritätensetzung- nach dem dritten Kaffee geht’s dann! Die Sonne strahlt und bis auf ein paar Wolkenschlieren bleibt es auch bei angenehmen 20 Grad. Und da wir uns mit erschreckender Geschwindigkeit dem Ende unserer Freizeit nähern, werden alle Pläne für den Nachmittag über den Haufen geworfen und ein universeller Strandgang verordnet.

Nach dem Abendessen besuchen die Ghostbusters erneut den Esssaal und werden jetzt wohl doch ihren langersehnten Renteneinstieg zugunsten von Herrn Schwenkowsky und seinen Filmrechten nach hinten verschieben. Denn durch eine Verkettung unglücklicher Umstände haben sich diverse Gruselgestalten- und Gespenster in die Klassiker der Filmgeschichte eingeschlichen. Und mal im Ernst; keiner wird sich Dirty Dancing noch anschauen, wenn plötzlich Dracula plötzlich von Wassermelonen spricht und im weißen Kleid vor Patrick steht. Demensprechend ist das Anliegen von Herrn Schwenkowsky auch für die Ghostbusters nachvollziehbar. Doch allein werden die älteren Herrschaften auf keinen Fall bis Samstag neun Filme von den ungebetenen Gästen befreien können, so sind unsere Gruppen einmal mehr dazu aufgefordert, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und die Filmwelt zu retten. Wir dürfen gespannt sein!

Nach dem Abendessen gibt es dann nochmal Interessenprogramme. Unter anderem erfreut sich Ultimate Frisbee auf dem Sportplatz großer Beliebtheit, Annes Teilnehmer sind in den letzten Zügen ihrer Traumfänger und die F3 bietet Bingo an, was sich zu einer mordsmäßigen Gaudi entwickelt. Seit gut einer dreiviertel Stunde laufen auch wieder Jogis Jungs über die Leinwand. Mal sehen, wann die Fußballfans heute ins Bett kommen…

Tag 13 – 06.07.2016

Ab 04.15 Uhr leitet der Hahn von nebenan den Beginn des Tages ein und es stellt sich für mich einmal mehr die Frage; ihn und sein eher unsympathisches Krähen oder den anschließenden Sauerstoffmangel ertragen?- Ich entscheide mich für den Sauerstoffmangel, denn heute morgen ist er, nun ja, besonders motiviert. Vielleicht weil er ahnt, dass ein strahlend schöner Tag mit viel, viel Sonne anbricht. Im Gruppenprogramm werden die Sprungdünen und der Strand angefahren und die Sonnencreme kommt endlich zum Einsatz. Mittags gibt es das Traditionsgericht Bami und obwohl ich anschließend nicht in der unmittelbaren Umgebung des Esssaals bin, höre ich ein durchaus positives Feedback seitens der Teilnehmer. In der Mittagsfreiphase bietet Patrick auf dem Sportplatz Brennball an, mit der Wasserrutsche als Endstation. Von F3 bis Gruppe 8 haben sich Sport- und Wasserbegeisterte eingefunden. Derweil tanzen Ornella und Regina im Esssaal mit einigen Teilnehmern eine Hip- Hop Choreo. Vielleicht bekommt man das Ergebnis an anderer Stelle noch zu sehen?!

Nach dem Abendessen spielen dann Teilnehmer im Alter von 10 bis 14 Jahren gegen die Fußballmannschaft der Söhne von Dymphie und Foppe. Auch fast schon traditionsbehaftet. Die Mannschaften trennen sich, unter Schiedsrichter Jasper, mit einem 4: 4.

Anschließend versammeln sich alle um 20.45 Uhr, um die heutige Abendrunde an einem anderen Ort zu erleben. Es geht in die Dünen vor dem kleinen Wäldchen und auf dem Weg dorthin erinnert mich das Ausmaß der Hasenpopulation  schwer an 1998. Die Gestaltung dieser Abendrunde hat Premiere. Daniel und Jonas gestalten sie in Taizé- Form und ich bin überrascht wie still knapp 130 Personen sein können. Nämlich so ruhig, dass ich auf meiner Teppichfliese die Grillen neben und das Möwengeschrei über mir fast schon etwas aufdringlich finde.

Nun, man muss bekanntlich Prioritäten setzen, insofern darf das Federvieh meinetwegen auch morgen wieder krähen, was die Stimmbänder hergeben…

Tag 11 – 04.07.2016

Nachfolgend der Tagebucheintrag für ein ganz besonderes Ereignis der Freizeit; die REVOLUTION! Für alle Nicht- Ameländer kurz zur Erklärung: an diesem Tag übernimmt die älteste Gruppe der Freizeit den Hof und die Leiter ziehen sich zu ihrer Zwischenreflexion zurück. Die Teilnehmer erleben in dieser Zeit oft noch einmal ganz besondere Augenblicke und dementsprechend ist es auch nicht an mir über dieses Großereignis zu berichten;

Geschrieben von der F3, Eric and friends…

Der Tag begann für viele aus der F3 um 5.00 Uhr, obwohl für fast alle die Vorbereitung erst um 3.00 Uhr abgeschlossen waren. So wurden noch topmotiviert die letzten Fahrräder mit den Wilde Kerle Logos beklebt und schon ging es Richtung Hof, wo wir ungeduldig auf unseren Einsatz gewartet haben. Nachdem wir erfolgreich die Morgenrunde gecrasht hatten, in der die Leiter von den „Biestigen Biestern“ entführt wurden und der Hof somit in unseren Händen war, teilten wir alle Teilnehmer in die sogenannten „Familien“ ein, in denen Teilnehmer jeder Altersgruppe vertreten waren. Diese Familien wurden nach den Titeln der Wilden Kerle benannt, sodass Gruppen wie „Die Seitfallflugvolleyschützen“ und „Die Flugzeugpropeller-Ringelsocken-Klapperschlangen“ den Hof bevölkerten. Zur morgendlichen Stärkung gab es von der F3 Käsespieße, Pfannkuchen, Obstsalat und Rührei zusätzlich zum normalen Frühstück. Im Vormittagsprogramm bereitete jedes Mitglied der F3 seine Mannschaft auf das Finale vor und die Gruppen einen Schlachtruf, eine Präsentation, ein Plakat oder ein Wilde Kerle- typisches Schimpfwort, um den „Biestigen Biestern“ zu beweisen, dass die Wilden Kerle mit ihrer Unterstützung eindeutig wilder waren. Nachdem jede Gruppe ihren Beitrag unter tosendem Beifall vorgetragen hatte suchten die „Biestigen Biester“ schleunigst das Weite und Leon aka Louis, der Anführer der Wilden Kerle, lud die Leiter in einem bewegenden Monolog dazu ein, dass sie sich den Wilden Kerlen anschließen.

So ging es mit dem kompletten, wieder vereinten Hof in Richtung Strand, um den gelungenen Tag ausklingen zu lassen.

Den Abschluss des Tages bildete ein mit der F3 gemeinsames Abendessen auf dem Hof.

Abschließend kann man sagen, dass aber auch die Gruppe 1 die ihnen zugetragene Verantwortung sehr erwachsen angenommen hat und so sicher und mit viel Spaß wieder an die Leiter übergeben haben.

Tag 12 – 05.07.2016

Wie Bene schon richtig im Chat erwähnt, entwickelt sich das Wecken für die Gruppenleiter- und Leiterinnen immer mehr zur besonderen Herausforderung und die Abende werden zum Teil damit zugebracht eine Playlist zu erstellen, die zum einen alle ansatzweise aus dem Land der Träume reißt und zum anderen nicht an den Grenzen der Trommelfellbelastung oder des guten Musikgeschmacks kratzt.

Der Tag startet mit einem Mix aus Sonne, Wind, Wolken und natürlich auch etwas Regen. Nach dem Frühstück starten alle mehr oder minder motiviert ins Gruppenprogramm, viele Gruppen nutzen den heutigen Tag zur Zwischenreflexion. Wie war die Zeit bisher, was könnte noch besser laufen, was wünsche ich mir für die verbleibenden Tage? Zu Mittag gibt es erneut Halbe Kollegen mit Erbsen und Möhren und wieder vermeldet die Küche nach kurzer Zeit, dass Kollegen aus seien.

Ist aber halb so schlimm, denn trotz orkanartiger Böen wirft Martin zum Abendessen den Grill an und es gibt Würstchen für alle. Nach dem Essen ist es dann soweit; die F3 kündigt das langersehnte Leiter- Teilnehmer- Spiel an und um kurz nach acht pfeift Bene an. Was soll ich sagen? Ein vierter Sieg in Folge hätte wahrscheinlich zu einer tiefgreifenden Depression auf Teilnehmerseite geführt. Die Aufstellung war zudem für Coach Giese ohnehin schon eine einzige Herausforderung- Nora und Felix fallen beide mit Bänderdehnung- und Anriss aus. Phil schmeißt sich trotz grippalem Infekt ins Torwarttrikot und Miri und Stefan haben ihren freien Tag. Und dann kommt auch noch in einem stillen Moment von einem Experten, der nicht genannt werden möchte, die Aussage:“Anna, die Teilnehmer sind dieses Jahr auch leider überragend gut!“ Die Teilnehmer gewinnen auf jeden Fall eindeutig. Über das genaue Ergebnis gibt es diverse Aussagen- je nach dem, wen man so fragt.

Ich selbst war leider nicht zugegen, denn auch für die Kinder, die wenig fußballbegeistert sind, gibt es natürlich  frei wählbares Programm. So haben wir also gestern Abend in gemütlicher Mädelsrunde im Essaal gesessen und unsere Mobiles aus Strandgut gebastelt. – Todschick!

 

Tag 10 – 03.07.2016

Ein wahrhaftiger Bilderbuchsonntag! Nach einer Stunde mehr Schlaf gibt es erst erneut zum späten Frühstück wieder einmal Eier aus vorbildlicher Haltung und die Sonne scheint. Dementsprechend lassen es sich diverse Gruppen nicht nehmen, trotz ordentlicher Windstärke, am Vormittag den Strand aufzusuchen. Die Wolken ziehen den ganzen Tag in einer atemberaubenden Geschwindigkeit über die Insel und Meggy entdeckt in der Mittagspause einen ganzen Zoo am sonst strahlendblauen Himmel. Auch das Mittagessen steht ganz im Zeichen eines Sonntags und so gibt es wieder Kartoffelknödel en masse mit Gulasch und Rotkohl. Den Nachtisch in Form von originalem Softijs haben wir wieder einmal einem stillen Unterstützer zu verdanken. – Der Esssaal tobt!

Neben dem obligatorischen Singen in der Raucherecke, dem Kicken auf dem Sportplatz und dem Rundlauf an der Tischtennisplatte gibt es am Abend auch wieder Interessensprogramme und die Jonglage-Kiste auf dem Hof erfreut sich großer Beliebtheit. Michael fährt mit einigen Teilnehmern nochmals zum Strand, um dort die ein oder andere Runde Strandfußball zu spielen und der Esssaal wimmelt von Kindern, die verschiedene Angebote aus dem Kreativstüble in Anspruch nehmen.

Der Tag schließt mit einer ruhigen und stimmigen Abendrunde von Anne und man könnte fast meinen, dass ein “ normaler“ Tag zu Ende geht, wobei….was ist hier schon normal?!

 

Tag 9 – 02.07.2016

Was für eine Show! Die Stimmung ist großartig, noch die dagewesene Wetten, echte A- Prominenz auf dem Sofa und eloquentere Moderatoren hat man selten gesehen! Markus Lanz und das ZDF dürfen bei Gelegenheit gern mal nachfragen, wie sowas geht.

Lange bereiten sich die Gruppen auf die heutige „Wetten, dass- Show“ vor und bauen ihren vorgegeben Gegenständen in unglaublich fantasievoller Weise ein, etwa diverse Strohhalme, einen Kochtopf, eine Luftpumpe oder auch gern direkt den Bulli. Durch die Show führen der Bruchpilot Looping Louie und sein Mechaniker Hinnerk und auf dem Sofa geben sich unter anderem Snoop Dog, Tim Mälzer, Paul Panzer, Kellogs- Tony, Elton sowie Elsa und Olaf die Ehre.

Letztendlich kann dann Gruppe 4 den Sieg der Show für sich einstreichen. Generell hätte jede Gruppe siegen können, die einzelnen Wetten hier jedoch zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen, einfach mal bei Gelegenheit die Heimkehrer interviewen.

Zur Wetterlage: der erste Kaffee wird heute um 7:35 Uhr bei strahlendem Sonnenschein eingenommen, die eben ausgeschenkte Kanne um 22:36 Uhr bei leicht bewölktem Himmel und gefühlten – 3 Grad. Meteorologisch ist und bleibt Ameland seit jeher ein Phänomen.

Und dann ist ja auch noch die Nebensache Fußball zu erwähnen. Der Blick in den Esssaal ergibt folgenden Gesamteindruck: die Ektase ist zum Greifen nah! Die Augen sind stur auf die Leinwand gerichtet, jeder zweite sitzt auf der Kante seines Stuhls und die Luft könnte auch aus einem Pumakäfig stammen. Und da sich das hier anscheinend alles noch etwas in die Länge ziehen kann, macht das mit einer Stunde länger schlafen am morgigen Sonntag auch wirklich Sinn….

Tag 8 – 01.07.2016

Eigentlich hätte ich heute auch den Tagebucheintrag vom 17.08.2015 einfügen können- denn 52 Liter pro Quadratmeter trifft es momentan mal wieder ganz gut. Aber betrachten wir das Ganze von der positiven Seite; einige Teilnehmer werden wohl, sollte der Dauerregen anhalten, erneut die Kaufkraft in Nes ordentlich ankurbeln, da trotz ausführlicher Packliste leider keine angemessene Regenbekleidung vorhanden ist. Die Gruppe 6, die glücklicherweise über solche verfügt, strotzt in vorbildlicher Weise den Wetterkapriolen und macht sich auf den Weg zum Leuchtturm.

Wie es an Freitagen üblich ist, gibt es zum Mittagessen fliegende Fische mit Möhrensalat, Kartoffelbrei und Remoulade. Zum Nachtisch servieren die Lucies Milchreis mit Zimt und Zucker und abends gibt es außerdem diverse Liter heiße Brühe für die Abwehrkräfte. Insgesamt heute also ein ganz starker Auftritt unseres Küchenteams.

Heute Abend ist dann auch das letzte Mitglied der diesjährigen Leiterrunde, Julian, eingetroffen und macht auf jeden Fall den Eindruck, als würde er die Freizeit nochmal auf eine ganz besondere Weise bereichern können. Die Abendrunde findet heute dann tatsächlich im Esssaal statt und Patrick appelliert im Sinne des EM- Songs von Herbert Grönemeyer an alle für die zweite Halbzeit noch einmal alles zu geben, sich von der einschleichenden Müdigkeit nicht runter ziehen zu lassen und die verbleibende Zeit als Chance für weitere Talententdeckungen, jede Menge Spaß an der Freude, Über- eigene- Schatten- Sprünge, Gemeinschaftserfahrungen aller erster Klasse- eben für ganz persönliche Himmelserstürmungen- zu nutzen.