Tag 12 – 04.07.2017

Liebe Tagebuchleser,

es ist wieder ein sonniger Morgen auf unserer schönen Insel und heute haben die Gruppenleiter der Gruppen 7 und 9 ihren freien Tag. Daher springen Christopher, Jonas und ich ein um mit diesen Gruppen den Tag zu gestalten.

Christopher und ich gehen mit der Gruppe 9 zum „geheimen“ Sportplatz. Neben Fußball spielen wir einige kleine Spielrunden, Alaska, „Zeichen weiter geben“, ein Rätselspiel. Eine gute Mischung zwischen Bewegung und ruhigeren Spielen.

Mittags reist eine neue Lucie an, Marianne Niepelt verstärkt das Küchenteam in der verbleibenden Zeit. Außerdem haben wir Gäste aus Hameln: Dechant Wingert und Pater Jojo sind zu uns gekommen, um uns Grüße aus Hameln und den katholischen Gemeinden zu überbringen und mit uns am Nachmittag einen Gottesdienst zu feiern.

Daher ist das Gruppenprogramm am Nachmittag verkürzt, die Gruppen bereiten für den Gottesdienst je eine Fürbitte vor und um 16 Uhr  sammeln sich alle wieder auf dem gestalteten Hof.

Vor der Wäscheleine ist im Hintergrund ein bunter Fallschirm gespannt, ein Tisch aus der Küche wurde mit weißen Bettlaken zum Altar umfunktioniert. Das Thema des Gottesdienste ist, passend zum Motto, „Schattenspringer“. Die Bibelstelle, die der Spiri-AK zu diesem Thema ausgewählt hat, ist das Gleichnis vom „verlorenen Sohn“. Dieser muss über seinen Schatten springen, um sich zu trauen, zu seinem Vater zurückzukehren und um Verzeihung zu bitten.

Einen großen Schattenspringer hat Miri PB auf ein Holzbrett aus Foppes Verschlag gemalt. Die Gruppenleiterinnen verteilen weiße Zettel und die Kinder können darüber nachdenken, in welchen Situationen sie selbst schon Mal über ihren Schatten gesprungen sind. „Als ich einen Fehler gemacht habe und ihn zugegeben habe“, „mich zu trauen, jemanden um Hilfe zu bitten“ und „das erste Mal nach Ameland zu fahren“, steht zum Beispiel auf den Zetteln.

Besonders schön war mal wieder eine richtig tolle Musik-Combo, die den Gottesdienst musikalisch für uns begleitet. Und auch „Laudato Si“ ist natürlich wieder dabei. „Hallelujah“, „one of us“ und „so ist Versöhnung“ sind weitere, stimmungsvolle Lieder, die zu einem richtig tollen Gottesdienst beitragen.

Der Tag wird dann mit einem gemütlichen Essen draußen gekrönt. Kurz verdunkeln Wolken den Himmel und es tröpfelt leicht. Kurzerhand wird ein Sonnentanz aufgeführt, erst von ein paar  Gruppenleitern, dann auch von Teilnehmern. Und siehe da, der Regen bleibt aus, und wir können den großen Hof als Esssaal unter freiem Himmel nutzen. Alle Freunde und Bekannten der Freizeit, die zeitgleich mit uns auf der Insel sind wurden wie jedes Jahr zu unserem Gottesdienst eingeladen und blieben auch zum Abendbrot. Dort erhielten sie einen Einblick, wie bei uns so eine Mahlzeit abläuft. Wenn zum Beispiel das Brot leer ist, muss man den leeren Brotkorb hochhalten und es kommt jemand vorbei, der diesen auffüllt.

Am Abend in der Abendrunde von Jonas, die das Thema Schatten nochmals aufgreift, wird ein neuer Lagersong vorgestellt und gesunden. Von Schattenspringern und Sonnentänzern – nach Musik und Text von Gabriel, der den Song an seinem freien Tag für uns geschrieben hat. Das ist Ameland.