Tag 17 – 27.08.2015

Leuchtfeuer 17

Guten Morgen, Ameland. In der Morgenrunde singt Annika mit uns das Lied vom roten Pferd, das Fliegen verscheucht. Für uns gibt es kein Fliegenwetter, es ist eher regnerisch. Na ja, wollen wir mal sehen. Nach dem Frühstück besuche ich Gruppe 5 im Gruppenprogramm. Die Mädchengruppe sitzt im Kreis unterm Basketballkorb. In Regenjacken gehüllt und aneinandergekuschelt, von kleinen Regengüssen ansonsten unbeeindruckt, entwickeln sie ihren Festivalbeitrag. Beeindruckend, wie wenig Leiterunterstützung sie dabei benötigen. Weil es doch frisch ist, werden ein paar Spiele gespielt. Beim Gockelspiel komme ich schon wieder ins Finale. Das scheint wirklich mein Spiel zu sein. Bei „Dritten abschlagen“, einem rasanten Laufspiel, beschränke ich mich aufs fotografieren. Es entstehen echte Actionfotos, weil die Mädchen wirklich Vollgas geben. Schnell ist allen wieder warm.

Zum Mittagessen gibt es Käsespätzle. Es bleibt kaum etwas übrig. Anschließend guckt sich Gruppe 6 in der Garage die Bilder von der „Trabkar-Carambolage“ an und amüsiert sich prächtig.

Das Wetter bleibt wechselhaft. Die Gruppen suchen geschützte Plätze für das Nachmittags­programm. In der Freiphase am Abend gibt es drei IP’s: Stofftaschen bemalen bzw. bedrucken, Jonglieren unter Anleitung und Seife schnitzen. Alle drei werden gut besucht. Ab 21.00 Uhr rockt die Raucherecke. Die Stimmung im Lager ist nach wie vor super. Alle, die in den letzten Tagen ein bisschen unter Müdigkeit litten, sind wieder fit.

Der Himmel hat sich aufgeklart. Vereinzelt ragen riesige Wolkentürme in den Abendhimmel, die von der untergehenden Sonne geheimnisvoll hellblau und lila gefärbt werden. Und die Wetteraussichten fürs Wochenende sind sehr gut.

Als ein besonders Highlight des Tages entpuppt sich die Abendrunde, die wir wegen des Wetters im Esssaal durchführen. Der Titel ist „Komplimente-Abendrunde“ und alle Teilnehmer erhalten vorbereitete Zettel, um anderen ein Kompliment zu schreiben: Du bist mein Leuchtfeuer, weil …“ Julien und Gabriel haben mit Franzis Unterstützung ein Mottolied geschrieben, das Franzi und Gabriel zum Vortrag bringen. Ein Gänsehautmoment. Wieder auf dem Hofplatz, werden die Komplimente ausgetauscht. Überall gibt es Umarmungen und vertrauliche Gespräche. Was für ein schöner Tagesausklang.

P.S.

Im Hühnerstall gibt es nichts Neues. Ich überlege, ob es zum Federvieh durchsickern konnte, dass wir in diesen Tagen 500 Eier verzehren. Kann ja sein, dass sie darin eine Bedrohung ihres Bestandes sehen. Aber was passiert wohl erst, wenn das mit dem Frikassee durchsickert?
Matthias