Tag 18 – 28.08.2015

Leuchtfeuer 18

Die Sonne scheint. Es verspricht, ein wunderbarer Tag zu werden. Sinnigerweise übernimmt Sunshine die Morgenrunde. Er hat sein Lied dem Wetter entsprechend umgetextet: I’m singing in the sun…“ Musikalisch untermalte Morgengymnastik. Als die Gruppen ins Morgenprogramm ziehen, sieht man an den unterschiedlich intensiven Verkleidungen, wie weit die Vorbereitungen für das Festival schon gediehen sind.

Mittags gibt es Stroganoff. Die F3 ist auch eingeladen, kann draußen in der Sonne essen. Zu den donnernden Lucierufen kommt sie aber rein. Dröhnt einfach besser. Zum Nachtisch gibt es mit Blick auf das Festival nur einen Lolli.

Am Nachmittag ziehen die Gruppen zu Generalproben an die unterschiedlichen Spielplätze. In der Zeit wird der Hof umgebaut. Er verwandelt sich in eine orientalische Landschaft mit einer Schatzkammer, Bazar, einem Sultanspalast und des Sultans Palastzimmer. Die aufgestellten Bänke verwandeln den Hof in ein Freilichttheater. Die Spätsommersonne gibt ein fantastisches Licht. Die Fotos werden sicher großartig.

Um 17.00 Uhr erschallt orientalische Musik: Das Festival beginnt. Der Sultan ist sehr deprimiert wegen des dreisten Golddiebstahls. Seine Tochter Jasmin und einige Gruppen und Einzelkünstler versuchen, ihn aufzumuntern (ganz stark die Himler-sister und William/Rebekka; aber auch Rami und Laurenz mit Akrobatik). Dann entwickelt sich eine Geschichte wie aus 1001 Nacht:

Aladin macht sich mit den beiden tumben Palastwachen auf den Weg, um den Schatz wiederzubeschaffen. Viele Gruppen weisen ihnen in wundervollen Beiträgen den Weg. Die drei erwerben eine alte, mysteriöse Lampe, aus der bei flüchtiger Reinigung ein Gin entsteigt, der Aladin 3 Wünsche verspricht. Zunächst beschafft der Gin einen fliegenden Teppich, mit dem Aladin nun auch in der Wüste nach dem Schatz suchen kann. An einer Oase gibt es eine märchenhafte Verpflegung für alle. Frittiertes, bunte Spieße, vielfältiges Obst und Gemüse in orientalisch anmutender Darbietung und mit klangvollen, märchenhaften Bezeichnungen bilden eine orientalische Essstraße.

Wir schlagen uns alle den Bauch voll, anders kann man das nun folgende Gelage nicht beschreiben. Bunte Süßspeisen lassen keine Wünsche mehr offen.

Im zweiten Teil versucht der Affe Abu und eine große Schar Haremsdamen (hier großartig die Gruppenleiterinnen) den Sultan bei Laune zu halten. Leider vergebens. Ein Männerharem (zum Brüllen komisch Gruppe 1) müht sich auch vergebens. Viele Begegnungen in der Wüste mit komischen Gruppen und einer Mumie, die eine Schriftrolle verliert, bringen Aladin irgendwann auf die Spur von Jago, der hinter einer mit Skarabäus gesicherten Tür im Schatz badend gefunden wird. Die Leiter tanzen mit Aladin den Tanz des Skarabäus. Der Schatz wird sichergestellt und dem Sultan wieder übergeben.

Aladin hat mit unglaublich kreativer Unterstützung der Gruppen, die an ihren Darstellung sehr viel Spaß hatten, seinen Schwiegervater glücklich gemacht. Alle werden in einem großen Finale für ihr Engagement gefeiert. Mittlerweile ist es dunkel auf dem Hof, der Vollmond leuchtet hoch über der Snackbar und gibt ein schimmerndes Licht, ein Übriges tun Lichterkette und bunte Scheinwerfer. Ein unglaubliches Bild. Innerhalb einer halben Stunde ist der Spuk wieder aufgeräumt. Habe ich das alles nur geträumt? Aber da steht noch diese alte Lampe. Soll ich auch mal daran reiben? Was kann ich mir wünschen?

Vielleicht, die Sprache der Hühner zu verstehen um im Eierstreit zu vermitteln. In diesem Jahr haben wir immerhin Hühnerfrikassee und Coq au vin von der Speisekarte genommen. Ein erstes Friedensangebot. Im nächsten Sommer kommen wir wieder. Start ist am 24. Juni, und zu der Zeit krähen die Hähne schon um ….!Aber das wird eine andere Geschichte.

Der Tag endet um 22.15 Uhr in einer Abendrunde, wo kleine Wunderlampen am Lederbändchen als Andenken verschenkt werden. „Leuchtfeuer“ und „Von guten Mächten“ sind klangvolle Schlusslichter. Gute Nacht. Morgen ist Packtag. Schlaft gut.
Matthias