Tag 8 – 18.08.2015

Leuchtfeuer 8

Ein neuer Tag auf unserer geliebten Insel. Es regnet nicht, es ist jedoch noch etwas frisch. In der Morgenrunde werden alle Gruppen eingeladen, die Vulkanlandschaft unseres Mittebildes unter dem Motto: „Neues Leben entsteht“ mitzugestalten. Dazu erhält jede Gruppe ein kleines Brettchen und etwas Schleifpapier, weiteres Gestaltungsmaterial steht in der Garage zur Verfügung.

Ich begleite Gruppe 1(die Ältesten, reine Jungengruppe) ins Gruppenprogramm zum Basketballplatz. Den teilen wir uns mit Gruppe 5 (reine Mädchengruppe).
Die Jungs spielen „Abwerfen“ auf der Fußballwiese; volle Konzentration, voller Körpereinsatz über eine Stunde lang, manchmal sind 3 Bälle im Spiel! Es geht richtig zur Sache. Nicht einer kneift. Der Schweiß fließt in Strömen. Bei den Mädchen unterm Korb geht es sehr viel entspannter zu, erst Sitzkreis, dann Topfschlagen! Helles Lachen klingt herüber, es scheint sehr lustig zu sein. Dann geben die Mädchen den Korb frei und die Jungengruppe spielt „Bump-out“. Treffsicherheit und Geschicklichkeit mit dem Basketball ist gefragt. Auch hier wird sehr engagiert gegen das Ausscheiden gekämpft. Ich staune über die Kondition der Jungs, ihren Eifer und die Konzentration. Die Leiter Friede und Felix sind nah dran und glänzen als mitspielende Motivatoren. Ich spiel’ auch mit, scheide aber jedes Mal früh aus. Beim superlustigen Gockelspiel anschließend schaffe ich es jedoch tatsächlich ins Finale. Bei Hühnern bin ich mittlerweile Experte. Gestern noch hatte ich mit Lilly aus Gruppe 6 Foppes Hühner im Auslauf beobachtet. Ich wollte herausfinden, ob sie etwas mit der Kräh-Mafia zu tun haben. Sie haben sich nichts anmerken lassen und scheinbar unschuldig im Sand gescharrt. Aber ich fühlte mich aus ca.20 Augenwinkeln scharf beobachtet. Brüten die was aus? Oder einfach nur „keine Eier?“

Zum Mittagessen gibt es Nudeln mit Käse-Sahnesoße, zum Nachtisch Pfirsich. Es scheint, dass nach zwei Regentagen alle Gruppen einen starken Bewegungsdrang hatten. Sagenhaft, was wir heute für Mengen vertilgen. Die Pfirsiche servieren die Lucies selber in einer gefeierten Polonaise.

Nachmittags treffen sich die Gruppen 5-8 zu „capture the flag“ am Waldspielplatz bei idealen Wetterbedingungen. Auch hier voller Körpereinsatz. Es geht darum, der Gegenpartei den Schatz abzujagen und möglichst viele „Leben“, von denen jeder Mitspieler mehrere hat, zu verteidigen. Kratzer an Armen und Beinen, Prellungen, Stauchungen – bei einer verstauchten Hand lassen wir zur Sicherheit den Arzt draufgucken. Alles gut. Freiphase am Abend – ruhig und entspannt? Weit gefehlt. Es wird ein großes Fußballmatch ausgetragen. Leiter gegen jüngere Teilnehmer (Gruppe 9-5). Auch hier wieder Volldampf, auf dem Platz und auch auf den „Rängen“. Viele tolle Spielzüge und packende Torraumszenen. Man sieht sofort: hier wächst eine Spielergeneration heran, die in nicht mehr so ganz ferner Zukunft auf dem Platz gegen jede Leiterrunde dominieren wird. Heute gewinnen noch einmal die Leiter, aber schon knapp mit 8:6!!! Nicht zuletzt Dank unglaublicher Sturmläufe von Bene, Schenkys sicherer Torraumbeherrschung und eines gefeierten Comebacks von Flo. Unmöglich, von den jüngeren Teilnehmern einen hervorzuheben. Bald werden Bilder dieser gefeierten Helden und Sieger der Herzen auf dieser Seite zu sehen sein.

Nach dem Spiel ist in der Raucherecke noch einmal Hochbetrieb. In der Abendrunde stellt jede Gruppe ihr Haus vor. Trotz knapper Zeit waren die Teilnehmer sehr kreativ. Gruppe 1, die sich selbst „Friede und die wilden Würstchen“ nennt, schießt jedoch den Vogel ab. Die Jungs haben ihr Brettchen zu einer mobilen Würstchebude umgebaut, einem rollenden Schnellimbiss. Vorne prangt ein Konterfei von Friede, auf dem Dach ein große Werbe­würstchen. Bei der Präsentation geben sie mit Williams Gitarrenbegleitung ein passend getextetes Lied zum Besten. Es gibt anhaltenden Szenenapplaus. Dann heißt es: „Gute Nacht“. Was für ein Tag. Obwohl nur beobachtender Chronist, bin ich allein von Zuschauen völlig fertig. Fehlt nur noch, dass ich morgen auch noch Muskelkater habe.