Tag 8 – 24.08.2014

„Danke, Herr, für diesen Tag“ schallt es in der Morgenrunde. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass heute Sonntag ist, ein besonderer Tag, wie die Bibel sagt; ein Tag wie ein Geschenk, alles andere als Alltag. Mal sehen, ob es auf Ameland auch Sonntagserfahrungen gibt.

Eine ist auf jeden Fall das Mittagessen: Knödel und Geschnetzeltes mit Rotkohl. Und zum Nachtisch Quark mit Kirschen. Pfarrer Wingert ist zu Besuch gekommen, genießt und freut sich am donnernden Jubel der Hundertschaft.

Heute Nachmittag wollen wir mit Pfarrer Wingert Gottesdienst feiern. Dazu wird vor der Küche ein kleiner Altar gebaut und der Hof mit Tischen, Stühlen und Bänken möbliert, denn alle sollen Platz finden: Teilnehmer, Leiter, Lucies, Gäste (das sind befreundete Familien, die gerade auf der Insel Urlaub machen), und unsere Gastgeber, Familie Molenaar.

Der Gottesdienst bei schönstem Sommerwetter ist außerordentlich kurzweilig, festlich und fröhlich. Einen großen Verdienst daran hat die Gruppe F3, die uns die Geschichte vom Propheten Jona in einem szenischen Spiel näher bringt. In seiner Predigt erinnert Pfr. Wingert daran, dass Gott jedem nachgeht und keinen verloren gibt. Alle Gruppen haben eine Fürbitte vorbereitet und eine vielköpfige Combo sorgt für satten Sound zu ausgewählten Liedern.

Das Abendessen starten wir auch draußen auf dem Hof, aber einsetzender Regen scheucht uns mit dampfenden Tassen in den Händen in den Esssaal. In der Freiphase ist es trocken, aber ausgesprochen kühl. Doch die Gitarrenlieder, die in der Raucherecke erschallen, erwärmen unsere Herzen. Die Lichterkette und später die Fackeln tauchen alles in ein warmes Licht.

In der Abendrunde lauschen wir dem verrückten Dialog ungeborener Zwillinge, die über ein Leben nach der Geburt und über die Frage, ob es eine Mutter gibt, philosophieren. Unser Bekenntnis am Ende dieses Tages: „Yeah, God is great.“ Gute Nacht.

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